9. Die Jungfrauen auf dem Hexenturm

Alle Achtung! Gut gemacht!
Dieser über 800 Jahre alte Turm , der „Hexenturm“ genannt wird, hat, wie du siehst keinen Eingang, aber einen kleinen Balkon, der eigentlich ein Hexenflugplatz ist…doch dazu später !


Rechts neben dem Hexenturm, der an der Weinheimer Stadtmauer steht, hatte der Steinmetz Jörgmichel Gräber seine Werkstatt. An einem Tag machte er einen schönen Grabstein für einen verstorbenen Bauern. Der Stein musste am nächsten Tag abgeliefert werden. So musste der Steinmetz die ganze Nacht durch arbeiten. Er musste sich eine Öllampe anzünden (elektrisches Licht gab es noch nicht) um etwas sehen zu können. Er meißelte gerade an dem Grabstein, als dieser plötzlich von dem Arbeitsgerüst auf den Boden fiel und die Öllampe ausging. Der Steinmetz sah draußen einen Mann mit Kutte. Er stand an der Grundelbach „bei der alten Schließ“, (gegenüber des Hauses also),dort zeigte er auf den Hexenturm, auf weiß gekleidete Mädchen. Diese riefen: „Komm herauf und lass uns runter“, dabei winkten sie und riefen noch: „Bitte, Bitte“ Von ihnen ging ein heller Schein aus, der die Werkstatt des Meisters erleuchtete. Er holte eine große Leiter aus der Ecke, legte sie an den Hexenturm und kletterte hinauf. Als er mehrere Sprossen hinaufgestiegen war, huschte eine schwarze Katze durch seine Beinen hindurch. Der Steinmetz fiel die Leiter hinunter. Er fluchte: „Himmelfeiersakrament! Is des e Lumpevieh! Schmeißt die mei’ Leiter um!“( mal wieder kurpfälzisch) Als er auf den Hexenturm hinauf blickte, sah er keine Mädchen mehr. Am nächsten Morgen lag der Grabstein wieder auf dem Tisch! Komisch, oder ?

Hier kannst du die Sage hören

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