Sage 6, Teil 2


Er rüttelt an der Haus- und Kellertür und am großen Hoftor ( siehe Foto). Dann verläßt er den Hof und geht langsam das Spiegelgässchen hoch zum Marktplatz.

Dort bleibt er stehen und wartet, bis einer nachts in der Geisterstunde vorbeikommt und springt diesem schnell auf den Rücken. Derjenige muss ihn mühsam den steilen Marktplatz hinaufschleppen bis zum Schloss am Obertor, dem einstigen Herrensitz der Ulner.

Bis der Träger ihn da rauf getragen hat, ist kein trockener Faden mehr an ihm. Sieht der Geist das alte Herrenhaus, so verschwindet er plötzlich. Dies muss der Hofbauer noch so lange tun, bis er seine Vergehen zu Lebzeiten gebüßt hat. So mancher, der nachts auf den Hofbauern getroffen ist und völlig nass geschwitzt zu Hause ankam, kann darüber erzählen.
Ein Tipp: Verhalte dich wie eines der Rittergespenster und folge ihrem Weg bis zur Grundelbachstraße. Das Foto zeigt einen früheren Stadtausgang mit einem kleinen unbewachten Tor, welches Diebe nutzten, um unbemerkt in die Stadt hinein und wieder heraus zu kommen.

Er hieß deshalb „ Diebsloch“ Heute gibt es oben am Marktplatz ein Lokal mit diesem Namen, vielleicht ist es dir bei deiner Suche aufgefallen)
Direkt vor dir fließt der Grundelbach, du kannst ihn nur nicht sehen , weil er unter der Straße liegt !

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